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Eigenverantwortung von Senioren stärken

Im Straßenverkehr haben Senioren einen schlechten Ruf. Über eine verpflichtende Fahrtauglichkeitsprüfung für Senioren wird ständig diskutiert. In vielen EU-Ländern wie Norwegen, Schweden, Italien, Spanien, Schweiz oder den Niederlanden sind bereits heute verschiedene Pflichtprogramme im Einsatz. Bundesverkehrsminister Andreas Scheurer ist derzeit gegen diese Pflicht. Er setze dabei auf Eigenverantwortung der Fahrer.
Die Unfallforscher des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft sehen das ganz anders:


Das Verhältnis von Unfällen zur Fahrleistung sei in der Gruppe der Senioren ist deutlich höher als bei der Altersgruppe der Fahranfänger.


„Wie man die Europäische Union kennt, wird dieses Thema schon bald zu uns kommen und auch die restlichen Länder nach und nach verpflichten auch diese Fähigkeitsprüfungen einzuführen.


Wenn der Bundesverkehrsminister so tolerant ist und löblich auf Eigenverantwortung setzt, dann sollte es sein Kollege aus dem Arbeitsministerium ebenso handhaben.


Es ist genauso unverantwortlich fahruntüchtige Senioren im Straßenverkehr zu haben, wie arbeitsunfähige oder stark eingeschränkte ältere Mitarbeiter am Arbeitsplatz. Es wird aber pauschal verlangt, dass bis derzeit 67 Jahren gearbeitet werden arbeiten muss. In nicht allzu ferner Zukunft ist die Grenze dann 70 Jahren. In vielen Berufsgruppen ist das gesundheitstechnisch einfach nicht machbar und tragbar.


Wie ist es also hier mit der Eigenverantwortung. Entscheide ich dann mit „eigener“ Verantwortung diesen Beruf aufzuhören, genau wie ich einfach besser den Führerschein abgebe? 


Ich werde mich dafür stark machen, damit mehr Möglichkeiten geschaffen werden, dass Arbeitnehmer flexibler entscheiden dürfen, wann Schluss ist und sie sprichwörtlich den „Fuß vom Gas nehmen. Möglichkeiten für Ältere wären: Mit Zu- oder Abschlägen früher oder später aus dem Berufsleben auszuscheiden, Teilzeit zu arbeiten, als Berater für ehemalige Arbeitgeber auf Honorarbasis zu arbeiten oder zeitweise als Vertretung einzuspringen.“, so der Spitzenkandidat der GRAUEN PANTHER bei der Europawahl 2019 und Ratsherr im Düsseldorfer Stadtrat für die Fraktion Tierschutz FREIE WÄHLER Dr. Ulrich


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